Im Winterschlaf
Eine kleine kurze Randnotiz! Das Leben im Januar 2021 ist ruhig. Ich befinde mich im Winterschlaf. Das tut gut und den Pandemie-Bedingungen auch nicht das schlechteste…
Eine kleine kurze Randnotiz! Das Leben im Januar 2021 ist ruhig. Ich befinde mich im Winterschlaf. Das tut gut und den Pandemie-Bedingungen auch nicht das schlechteste…
Der Jahreswechsel steht wieder an. Der Start in die (angeblichen) goldenen Zwanziger des 21. Jahrhunderts war eher so semioptimal. Naturkatasptrophen und eine Pandemie, die die gesamte Weltbevölkerung im Würgegriff hält. Das ist alles hinlänglich bekannt. Aber wie wollen wir, will ich dieses Jahr in Erinnerung behalten? War alles Mist, bitte schnell vergessen? Nein, im Gegenteil, denn wenn ich 2020 ins Universum jage, dann verpulvere ich Lebenszeit und wer weiß, wie viel davon noch übrig ist. Ich bin in diesem Jahr 50 geworden. Je näher der Tag im Dezember rückte, um so unruhiger wurde ich. Erinnerungen krochen aus Ecken und Nischen. Traurigkeit machte sich breit. Die Geburtstagsplanung wurde durch die Pandemie schnell vernichtet. Aber dann am Tag selber (und auch seither) kam eine grundlegende tiefe Zufriedenheit und Dankbarkeit über mich. Meine Mutter und meine Freunde glichen den Tag in Paris auf das wunderbarste aus. Sie schenkten mir Paris. Die Geburtstagsparty fand virtuell statt. Diese Erinnerungen möchte ich unbedingt behalten! Im Oktober wurde mein neues Fahrrad endlich geliefert. Ich habe mir diesen Traum erfüllt und radle seither …
Meine liebsten Ankerpunkte im Jahr, ohne die ist das Jahr irgendwie falsch: Januar Der Tag an dem die Vögel morgens erstmals laut zu hören sind und der Tag an dem um 17:00 Uhr noch etwas Abendhimmel zu erkennen ist. Februar Die Sichtung von allen möglichen Knospen und Blüten. März Magnolienblüte und der erste Bärlauch. April Der erste Spargel. Mai Warten auf den Einzug der Mauersegler, Föhrzeit und erste Abende auf dem Balkon Juni Die ersten Erdbeeren, Mittsommer, Abschied, denn jetzt werden die Tage wieder kürzer. Juli Laue Sommerabende und Brombeerzeit. August Endlich (Schul-)Sommerferien, dann ist die Straßenbahn morgens so schön leer und Sternschnuppennächte. September Kürbis, Dahlien und erste Kastanien. Oktober Buntes Herbstlaub, Zeit für Herbstwind und wunderschönes Licht. November Letzte Sonnennachmittage auf dem Balkon genießen und Lebkuchen schmeckt nur im November. Dezember Kerzenlicht, Geburtstagsstimmung und Weihnachtsbaum. Wintersonnenwende, dann werden die Tage wieder länger. Die Tage zwischen den Jahren und die Rauhnächte. Hast Du auch solche Fixpunkte? Worauf freust Du Dich?
Der Oktober macht seinem goldigen Status ja gerade alle Ehre. Da geht man ja gerne raus. Blätter rascheln unter den Schuhen. Kastanien sammeln. Das habe ich als Kind schon gerne gemacht. Aus den Kastanien wurden dann immer Figuren mit Streichhölzern gebastelt, die meist nicht lange gehalten haben. Das Kastanien sammeln, ist das Ostereier suchen des Herbstes. Die erste Kastanie fand ich dieses Jahr in Zuffenhausen. Aus Hamburg habe ich auch eine mitgebracht. Der große Schwung kommt nun aus meinem Viertel. Auf der Straße liegen lauter platt gefahrene Kastanien, das tut mir immer so leid. Die Kastanien lasse ich nun eine kleine Weile trocknen (sonst schimmeln sie schnell) und dann werden sie zu Dekozwecken in der Wohnung verteilt. Übrigens hebe ich die Kastanien immer jahrelang auf. Zum Frühjahr werden sie dann wieder eingemottet. Lasst Eure Alltagssterne leuchten, Anja***
… verwunden Worte die Seele so sehr, dass sie danach monatelang im Koma liegt. … wäre es gut, wenn man Gesprächspartner stumm schalten könnte. … gleicht Desinteresse einer Ohrfeige. … überragt bei Ratschlägen der Schlag statt dem Rat. … hilft Tee auch nicht. … würde man bei Streitgesprächen mit sich selbst gerne aufstehen und gehen. … leben die Gedanken nicht im Hier und Jetzt sondern in der Zukunft. … hat eine Minute nur 30 Sekunden und die Stunde nur 30 Minuten. … heilt die Zeit nicht alle Wunden. … möchte man sich einfach nur noch unter die Bettdecke flüchten. … ist ein Gänseblümchen und ein Sonnenstrahl mehr Wert als Geld. … hilft nur noch Galgenhumor. … rettet lachen eine ausweglose Situation. … ist eine kleine Geste – ein Lächeln, ein Händedruck – ein Seelentröster. … sind Tränen Medizin. … muss man einfach mal laut ‘stop’ sagen und stehenbleiben. … kann man Blumen beim wachsen zu sehen. … darf man auch mal laut jubelnd durch die Wohnung toben. Und Ihr so? Wie erweitert Ihr den …