Der Jahreswechsel steht wieder an. Der Start in die (angeblichen) goldenen Zwanziger des 21. Jahrhunderts war eher so semioptimal. Naturkatasptrophen und eine Pandemie, die die gesamte Weltbevölkerung im Würgegriff hält. Das ist alles hinlänglich bekannt. Aber wie wollen wir, will ich dieses Jahr in Erinnerung behalten? War alles Mist, bitte schnell vergessen?
Nein, im Gegenteil, denn wenn ich 2020 ins Universum jage, dann verpulvere ich Lebenszeit und wer weiß, wie viel davon noch übrig ist. Ich bin in diesem Jahr 50 geworden. Je näher der Tag im Dezember rückte, um so unruhiger wurde ich. Erinnerungen krochen aus Ecken und Nischen. Traurigkeit machte sich breit. Die Geburtstagsplanung wurde durch die Pandemie schnell vernichtet. Aber dann am Tag selber (und auch seither) kam eine grundlegende tiefe Zufriedenheit und Dankbarkeit über mich. Meine Mutter und meine Freunde glichen den Tag in Paris auf das wunderbarste aus. Sie schenkten mir Paris. Die Geburtstagsparty fand virtuell statt. Diese Erinnerungen möchte ich unbedingt behalten!
Im Oktober wurde mein neues Fahrrad endlich geliefert. Ich habe mir diesen Traum erfüllt und radle seither wann immer es geht (ja, sogar bei knapp über Null Grad oder bei leichtem Nieselregen) durch Stuttgart. Mein Rad, das ich Henriette getauft habe, bringt mir unglaubliche Freiheit im Fahrtwind. Das macht mich glücklich! Auch dies möchte ich in meinem Erinnerungsschatz des Jahres 2020 bewahren.
In diesem Jahr konnte ich erfolgreich meine Probezeit im neuen Job abschließen. Seid die Pandemie uns das Fürchten lehrt habe ich sehr oft gedacht, wie gut, dass ich noch in 2019 meine berufliche Neuorientierung vollzogen habe. Wobei ich einige neue Kolleginnen und Kollegen in 2020 kennengelernt habe, die die ersten Monate im Unternehmen aus dem Homeoffice mit Bravour gemeistert haben. Respekt, kann ich da nur sagen! Insgesamt bin ich für meinen recht krisenfesten Job (wie es sich in 2020 gezeigt hat) sehr dankbar. Für mich ist die Homeoffice-Zeit eine echte Herausforderung, Leben und Arbeit – das trenne ich gerne- verschwimmen so. Ab und zu habe ich Probleme mit Datum oder Wochentagen, aber ich weiß, es ist alternativlos. Mich und andere dadurch zu schützen, das ist es wert. Jeder Tote (w/m) ist einer zuviel!
Alle diese Erinnerungen möchte und muss ich mir bewahren, denn irgendwann wird es wieder etwas wie Normalität geben, dann kommen Tage an denen nichts so ist wie es sein soll und an denen ich mich an die Erlebnisse in 2020 erinnern will, um festzustellen, och, eigentlich ist dieses Jammertal bejammernswert, aber morgen ist alles wieder etwas besser.
Was in den Sternen steht-der Titel dieses Beitrags hat nichts mit Wahrsagerei zu tun, sondern vielmehr mit der Historie dieses Blogs. Zum Jahreswechsel 2013/2014 habe ich diesen Blog aufgesetzt. Immer wieder am Konzept und am Layout gearbeitet. Bloganalysen machen lassen und die Einschätzungen 1:1 umgesetzt, bis vom Ursprungskonzept nichts mehr da war. Die Blognische gesucht. Mich gefragt worin ich Expertin bin. In diesem Jahr werde ich zum Jahreswechsel zurück zu meinen Wurzeln gehen. Heute kann ich sagen, ich bin eine Expertin für Alltagssterne, für die Dinge in unserem Alltag, die ihn bunt, schön, lebenswert sind oder die trostspendend sind. Das habe ich selber getestet und daher kann ich guten Gewissens darüber berichten. Hier gibt es keine Lebensratschläge, nach dem Motto, wenn das eintritt helfen diese drei Dinge oder Familiencontent, weil ich weder Mann noch Kinder habe.
Dieser Blog -schau auf die Startseite und Du wirst es verstehen- gewährt Einblicke und zeigt wofür ich mich interessiere. Dieser Blog und seine unterschiedlichen Aspekte machen mir Spaß. In Krisenzeiten haben mir diese Aspekt schon oft Trost, Halt und Mut gegeben. Mich stabilisiert und zum weitermachen ermutigt (wie dieser Blog insgesamt). Heute bist Du hier und liest diesen Artikel (hast es sogar fast ans Ende geschafft), vielen Dank dafür, morgen mag Dich vielleicht etwas anderes an oder vielleicht auch gar nichts. Vielleicht magst Du aber auch erst übermorgen wiederkommen. Alles ist möglich, das ist das Leben! Genauso ist es gut.
Lass Deine Alltagssterne leuchten, Anja***