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Über… die Unabhängigkeit

Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht? Mich hat das derletzt einige Tage beschäftigt. Das kam nämlich so: In der Bahn wurde ich unfreiwillig Ohrenzeugin eines Gespräches von zwei Frauen. Im Verlauf dieses Gesprächs fiel die Formulierung ” meine Unabhängigkeit habe ich mir hart erkämpft”. Das war der Startschuss für meinen Gedankenmarathon. Das Thema lies mich eine Weile nicht mehr los. Die Unabhängigkeit erkämpft? Oh ja, das habe ich tatsächlich. Meiner Meinung gehört dieser Kampf zum Leben dazu und im Grunde ist dieser Prozess nie wirklich abgeschlossen. Meine erste wirkliche Kampfphase war als junge Studentin. Meinen Weg ins Leben oder auch ins Berufsleben musste ich mehr erkämpfen. Ich habe mich schwer getan im ersten Jahr in Konstanz. Für alles selbstverantwortlich zu sein und mich auf das Studium zu konzentrieren, das hat mich fast überfordert. Ich war von Heimweh geplagt. Es war eine extrem schwierige Zeit. Erst als ich mich von meinen naiven Vorstellungen verabschiedet habe, ging es besser. Eine weitere harte Kampfphase, war die Zeit als ich mich von meinen Erwartungen an meine Vorstellungen …

über… DAS WARTEN!

Das Warten gehört zum Leben-irgendwie! Es ergibt sich so. Bisher habe ich jedenfalls noch niemanden getroffen, der es geplant hätte. Während der Steinzeitmensch darauf wartete, das sein Abendessen vorbei lief, warten wir Menschen des 21. Jahrhunderts auf eine Internetverbindung, Bahnen oder Busse, auf Grün an der roten Ampel. Dabei hängen wir unseren Gedanken nach oder starren vor uns ins Leere.

Von sicheren und neuen Wegen {Schlüsselmoment}

Das Leben in meiner Stadt bringt mich immer wieder an neue Ecken. Meistens dort wo ich es gar nicht vermute. Ich gehe einen Weg, der mir vertraut und irgendwie eine Art Konstante in meinem Leben ist und dann -zack- steh ich da und eine Wegsperre bringt mich dazu vom diesem vertrauten Weg abzuweichen. Neuland. Weiche Knie. Herzrasen. Ins Ungewisse aufbrechen, sich auf Neues einlassen- immer ein Wagnis. Diese Gedanken kamen mir bei einem Spaziergang durch die ersten Sonnenstunden des jungen Frühlings. Diese besagte Wegsperrung brachte mich an eine Weggabelung und da stand ich nun. Den Weg aufwärts wählen, mit all seinen großen Unbekannten. Mit Ungewissheiten, Stolperstein, der Gefahr zur fallen und abzurutschen. Auch eine Verletzung in Kauf nehmen. Oder lieber doch abwärts. Den ausgebauten Weg, mit Handlauf, also mit Sicherheit, wählen. Ein Sinnbild für das Leben!