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Stuttgart Vier mal 3 – Sommer { No. 2}

In zwanzig Minuten ist es 17:00 Uhr. Diesmal ist es echt super eng. Und dabei ist die Idee für mein heutiges Rezept schon seit Wochen in meinem Kopf. Aber irgendwie hat immer entweder die Zeit, die Zutaten oder der Mut gefehlt. Ja, richtig… der Mut! In diesen Tagen geht es mir oft so. Ich gehe die Dinge nicht an, weil mit etwas der Mut fehlt. Aber dazu ein anderes mal mehr.

Neben mir steht ein Stück Kuchen, den ich in den letzten Tag erfolgreich (dann doch) kreiert habe. Lecker! Da ist mir insgesamt auch an sehr ansehnliches Gesamtwerk gelungen. Leider zeigen das meine Bilder nicht. Ich bin so enttäuscht davon, dass mir schlichtweg die Worte fehlen. Ein denkbar schlechter Zeitpunkt. Jetzt ist es schon fast 16:45 Uhr. Noch eine Viertelstunde. Meine Küche benötigt auch Instandsetzungsmaßnahmen. Der Küchenteppich ist schon gewaschen und der Flurteppich befindet sich bereits im Schleudergang. Ja, meine Zeitknappheit hat sicher auch etwas mit fehlendem Zeitmanagement zu tun. Aber Beerenflecken im hellen Flurteppich konnte ich nicht lange warten lassen. Ebenso die Schokoladenflecken im roten Küchenteppich. So steigt die Neugierde bei Euch? Wollt Ihr wissen was ich gemacht habe?

Zur Erinnerung… Das war die Sommer-Zutaten-Auswahlliste 2017:

 

Ich habe mich für Kartoffeln, Brombeeren und Johannisbeeren entschieden. Und das entstand in der Alltagssterneversuchsküche

 

Süßer Kartoffel-Beerentraum mit Crunch

Achtung wer Angst vor den Kalorienmonstern hat sollte dieses Rezept nicht nachbacken.

Das sind die Zutaten die Du im Vorratsschrank haben oder die Du besorgen solltest:

1 kg festkochende Kartoffeln, Johannisbeeren(500 g), Brombeeren (500 g), 4 Eier, Zucker, Biozitronen und -limetten, Mandeln (gehakt oder gemahlen), Gries, gesalzene Cashewkerne (120 g), Butter, Mehl, Kakao, 350 g Sahne, Sahnesteif, Mascarpone (250 g), Magerquark (250 g), 3 Päckchen Vanillezucker.

Los geht’s. Nach dem mir lange der Mut fehlte, habe ich das Gesamtvorhaben in Einzelschritte unterteilt, das hat echt geholfen. Oh je, es wird eng. Noch fünf Minuten…

Kuchen back-Schritt:

Kartoffeln schälen und ohne Salz kochen. Jedoch nicht ganz gar kochen. Abkühlen lassen. Dann fein reiben. Für den Teig werden 500 g gekochte und geriebene Kartoffeln benötigt. Die Eier trennen. Eiweiß steif schlagen und mit 125 g Zucker weiter schlagen. Weitere 125 g Zucker mit den vier Eigelb, Zitronensaft und -abrieb einer Biozitrone, 50 g Mandeln, 1 EL Gries mischen. Zu dieser Masse die Kartoffeln und den Eischnee unterrühren.

Im Backofen bei 175 Grad ca. 1 bis 1,5 Stunden backen. Ich habe eine rechteckige Backform genommen.

Kuchen auskühlen lassen.

Crunch-Schritt:

120 g Mehl mit 5 TL echtem Kakao mischen, die Cashewkerne haken und zum Mehl geben, 100 g Zucker dazu und mit 80 g Butter von Hand zu einem Teigbollen kneten. Für eine Stunde kühlstellen. Dann auf dem Backblech (Backpapier nicht vergessen) zwanzig Minuten bei 200 Grad backen. Tipp: Beobachte den Backvorgang. Das verbrennt schnell… =)

Topping-Schritt:

Die Sahne steifschlagen (nach Belieben Sahnesteif benutzen, ich habe 1,5 Tütchen benötigt) und ein Tütchen Vanillezucker dazugeben.

Dann Mascarpone und Magerquark mit 5 EL Zucker und einem Tütchen Vanillezucker mischen. Die Sahne unterheben.

Die Hälfte der Brombeeren mit dem Saft von zwei Limetten und einem Tütchen Vanillezucker pürieren.

Der Kuchen-Bau-Schritt:

Kartoffelkuchen auf eine Kuchenplatte geben, die Creme darauf verteilen, dann das Brombeer-Püree darüberträufeln, die Cashew-Crunch-Streuseln ebenfalls darauf verteilen. Zum Schluss noch die Johannisbeeren und restlichen Brombeeren darauf legen und falls vorhanden das restliche Brombeer-Püree.

FERTIG!

Leider habe ich es nicht auf 17:00 Uhr geschafft. Jetzt ist es schon kurz vor 17:30 Uhr! Ich gelobe Besserung. Aber manchmal ist das Leben nicht ganz so planbar, wie wir es gerne hätten.

Schaut unbedingt bei Judy und Sonja vorbei. Die haben sicherlich wieder himmlische Kreationen mit tollen Bildern für Euch.

Lasst Eure Alltagssterne leuchten, Anja***

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Unterwegs mit der Museumsbande

Neulich hat mich eine Erkenntnis getroffen, wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Ich hab den S-O-M-M-E-R-B-L-U-E-S! Mit dem Sommer 2017 stehe ich seit irgendwie auf Kriegsfuss. Wir sind so ein kleines wenig verstritten und wir werden wohl auch keine dicken Freunde mehr.  Mir ist das in diesen Breitgraden einfach viel zu schwül und stickig. Alle – auch ich- haben sämtliche Fenster offen. Überall verlagert sich das Leben nach draußen. Meines hinein. Denn das Leben meiner Nachbarn will ich nicht in aller Lautstärke, mit sämtlichen Geräuschen und Gerüchen mit erleben. NEIN! Manche Bilder will ich nicht im Kopf haben. In manchen Nächten ist an Schlaf nicht zu denken, entweder weilRücksicht nicht mehr existiert oder schlichtweg, weil es viel zu warm ist zum schlafen. An lüften ist auch nicht zu denken. Mein Wecker klingelt morgens um 5:00 Uhr und der Arbeitstag ist meist lang und anstrengend. Da ist es oft so, dass ich um 21:00 Uhr völlig geplättet im Bett liege. Aber im Sommer kann ich einfach aus genannten Gründen keine Ruhe finden. Um etwas Luft zu bekommen, stehen Balkontüre und Zimmerfenster weit offen. Im Schlafzimmer ist es dann meist zwischen 25 und 28 Grad. Also liege ich da und nehme indirekt am Leben meiner Nachbarn teil. Ob ich will oder nicht. Schweißgebadet, müde und gereizt. Nein, das ist wirklich nicht lustig. Wenn ich draußen unterwegs bin, geht der Blick immer gen Himmel, weil ich so fürchterliche Angst vor Gewittern habe und mich Panikwellen erfassen, wenn das erste Donnergrollen zu hören ist und erste Blitze den Himmel durchzucken. Mücken mögen mich auch, sehr! Die hindern mich zudem auch noch am schlafen. Nein, der Sommer 2017 und ich wir haben schon irgendwie ein seltsames Verhältnis. Deswegen leide ich also zur Zeit Sommerblues. Ich freue mich auf den Tag, an dem sich die ersten Herbstanzeichen zeigen. Wenn Herbst in der Luft liegt. Leichte Nebelschwaden oder der reste Tau die Welt anders wirken lässt. Ich freue mich auf Kerzen und Rotwein. Auf Kastanien sammeln und Blätter rascheln. Was ich definitiv wieder sehr vermissen werden, sind meine Mauersegler-Nachbarn.

Möglicherweise fragst Du Dich, was das alles jetzt alles mit der Museumsbande zu tun hat. Ich gebe zu, dass ist schon eine Art Gedankenachterbahn, aber als ich neulich samstags zum Museumsblinddate nach Karlsruhe gefahren bin, ist mir folgender Gedanke gekommen: Die wenigsten gehen wohl im Sommer ins Museum. Also sollte ich vielleicht antizyklisch denken. Im Sommer ins Museum und im Frühjar/Herbst um die Häuser ziehen. Möglicherweise ja etwas das den Sommerblues mildert.

Die Museumsbande ist ein “Zusammenschluss” von Museen in Karlsruhe und Stuttgart. Museen, die ich bisher (noch) nicht alle kenne. Jedenfalls am Samstag durfte ich zwei ganz besondere Museen in Karlsruhe kennenlernen.

Erstes Museumsblinddate: Badisches Landesmuseum

Für mich hat sich gedanklich der Kreis geschlossen. Den an einem Novembersamstag habe ich an einer Führung durch das Mannheimer Schloss teilgenommen (↗ hier geht es zum Artikel darüber). Seinerseits hatte es mir dort sehr gefallen. Im übrigen auch im vergangenen August. Als ich mit Sonja ↗ The whitest cake alive Karlsruhe erkundet habe (upps, ich wollte darüber schreiben, habe es jedoch nicht getan-soll ich das nachholen?), waren wir auch im Schlossgarten und standen vor dem Schloss. Das ich nicht mal ein Jahr später zu einer ganz besonderen Museumsführung eingeladen werde, konnte ich damals nicht ahnen. Es ist doch immer wieder erstaunlich, welche Zufälle es im Leben so gibt.

Die Volontäre des Landesmuseums konzipieren aktuell die Ausstellung Zweckfremd ?! | Den Dingen auf der Spur. Eröffnung ist am 30. September. Die Einblicke, die uns gewährt wurden, sind sehr viel versprechend. Wie gut, dass ich Ende September Urlaub habe. Ich glaube ich werde nochmals nach Karlsruhe fahren. Die Bilder zeigen einige Exponate aus den Tiefen des Museumsdepots. Könnt Ihr erraten was es ist? Bin gespannt. Gebt doch mal Eure Ideen ab (in den Kommentaren).

 

Zweites Museumsblinddate: Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Blickwechsel und Detailblicke. Genau mein Ding. Bild und Elfchen verbinden. Genau mein Ding. Sich bei der Betrachtung eines Bildes, in ihm verlieren. Den eigenen Gedanken folgen und sie mit einem Bild in Verbindung bringen. Ja, das mag ich. Schon eine ganze Weile. Aber es war sehr lange unter dem Alltagsschutt vergraben. Mit nur einem Besuch in Karlsruhe war alles freigelegt. Eine richtig gute Therapie gegen meinen Sommerblues würde ich sagen.

Du merkst, hier schließt sich ebenfalls der Kreis. Ja, das eine ist genau das Richtige zur Milderung des anderen.

 

Großes Lob für die Museumsbande

Herzblut für eine Sache. Soviel Engagement. Das hat unsere Reise zu einem ganz großen Erfolg gemacht. Der #museumsbande-Beutel war gefüllt mit Informationen und leiblichem Wohlergehen. Wer jetzt denkt, dass ich deswegen hier so schwärme, weil ich dafür was abgestaubt habe, dem kann ich versichern, es ist nicht so. Nein, so ticke ich nicht. Meine Ehrlichkeit liegt mir immer auf der Zunge (oder hier in den Tasten). Ich gebe meine Meinung wieder und die ist nun mal richtig positiv. Basta.

Ja, hier werbe ich. Für Museen. Für Kultur. Dafür das sie nur erhalten werden können, wenn man sie besucht. Einen Museumsbesuch kann ein Smartphone oder das Internet nicht ersetzen. Beides möchte ich auch nicht missen, aber sich mal in ein Museum zu begeben oder ins Theater, die Oper -was auch immer- bereichert doch das Leben. Wie gut, dass es für jeden etwas gibt. Übringens, ist das auch eine Notiz an mich selber!

Zusammengefasst

Der Tag war toll. Der Liebesbrief, mit dem die beiden Blinddate-Partnern bekanntgegeben wurden, zauberhaft.

Die Museen haben sich auf das Beste präsentiert. Die Fahrt gut organisiert. Und der Abschluss im noch nicht geöffneten Stadtmuseum Stuttgart einfach nur der Hammer. Die Präsentation dieser Museen hat nichts mit der verstaubten Anmutung aus meinen Schulmuseumsbesuchen mehr gemein. Chapeau!! Das macht Spaß.

Allen Beteiligten: Vielen Dank für das Ermöglichen dieses tollen Tages. Vor allem aber vielen Dank dafür, dass ich meine Museumsliebe wieder entdeckt habe. Ich komme wieder!!

Das waren die beteiligten Museumsbanden-Mitglieder:

  • Linden-Museum, Stuttgart
  • ZKM|Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe
  • Staatliches Museum für Naturkunde, Stuttgart
  • Kunstmuseum Stuttgart
  • Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
  • Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
  • Haus der Geschichte, Stuttgart
  • Badisches Landesmuseum, Karlsruhe
  • Stadtmuseum Stuttgart
  • Staatsgalerie Stuttgart
  • Staatliches Museum für Naturkunde, Karlsruhe

Unter den Hashtags #museumsbande #museumsblinddate findet Ihr Beiträge auf Twitter und Instagram. Schaut doch einfach mal nach!

Lasst Eure Alltagssterne leuchten, Anja***

 

P.S.: Und am Ende des Tages, der im Übrigen vorüber flog wie ein Mauersegler am Himmel, war dann der Sommerblues zwar nicht weg, aber deutlich gemildert. Also eine Wohltat für die Seele!

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Auf geht’s Sommer 2017 – Stuttgart Vier mal 3 {Sommer No. 2}

Psst… Schon gemerkt es ist Sommer!!! Heute ist der 17te Juli und es kündigt sich langsam die Sommerrunde 2017 bei Stuttgart Vier mal 3 an. Hast Du Lust mitzumachen?

Hier unsere aktuelle Zutatenliste diesmal mit Möhre (aus Gründen):

Hier nochmal die “Spielregeln“:

  • suche mindestens drei Zutaten aus den genannten Zutaten aus und kreiere daraus etwas leckeres
  • wichtig: bitte keine weiteren Gemüse- oder Obstzutaten hinzufügen, alles andere kannst Du nach gusto wählen
  • gerne kannst Du auch alle Zutaten und die Möhre auswählen, wenn Du das schaffst, darfst Du bei der nächsten Runde Stuttgart Vier mal 3 eine Zutaten benennen
  • Veröffentliche Deinen Beitrag auf Instagram, Facebook oder Deinem Blog bitte nicht vor Donnerstag, 17. August 2017, 17:00 Uhr. Das ist nämlich unsere Deadline. Auf dem Blog von Sonja ↗ The whitest cake alive und Judy ↗  Judy’s delight und hier bei den Alltagssternen gehen dann die Blogpost zeitgleich online. Das macht nämlich die Besonderheit dieser Aktion aus.
  • Wenn auf keinem der genannten Kanäle aktiv bist kannst Du gerne über die Kommentarfunktion oder per Mail teilnehmen.
  • Hab Spaß daran, lass Dich inpirieren und vor allem verzweifle nicht, wenn es nicht gleich so klappt, wie gedacht. Uns geht das ganz genauso, das versichere ich Dir.

Freue mich auf den 17. August 2017, 17:00 Uhr.

 

Lasst Eure Alltagssterne leuchten, Anja***

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Stuttgart Vier mal 3 – Frühling {No. 2}

So da ist sie nun die 2017er Frühlingsedition von Stuttgart Vier mal 3. Diesmal ist es verflixt schwer gewesen aus den sechs Zutaten wenigstens drei Favoriten auszuwählen, die in meinem bzw. auf meinem Kuchen (ja tatsächlich, ich habe seit langem mal wieder was gebacken) landeten. Seht selbst das waren die sechs möglichen Kandidaten

  • Blumenkohl
  • Mango
  • Mangold
  • Rharbarber
  • Spinat
  • Waldmeister

Zum Waldmeister am Schluss mehr. Rotmarkiert habe ich meine Zutaten.

So sehr mir diese Aktion am Herzen liegt, aber in diesem Mai hat sie mich ganz fürchterlich geplagt. Planlos und dann auch irgendwann ratlos. Die Frage, was mache ich, war lange unbeantwortet. Ich war kurz davor hinzuschmeissen und gar nichts zu machen. Aber dann ging es irgendwie doch. Nicht zuletzt auch durch den Support von meinen beiden Mitstreiterinnen Judy und Sonja.

Mir scheint das Jahr 2017 ist ein Nebenher-Jahr. Alles erledige ich so nebenher Büroalltag, Bloggen, Familie, Freunde und meine eigenen Weichenstellungen. Gefühlt bin ich nirgendwo so ganz (mit Ausnahme des Büros, aber auch da gibt es so vieles was nebenher anfällt und getan werden muss). Geburtstage zu vergessen ist mir mehr als unangenehm, aber es kommt in diesem Jahr vor. Das Bloggen kommt definitiv zu kurz, aber die Aufmerksamkeit, die es benötigt, ist einfach aktuell nicht so da und mit halber Fahrt mag ich einfach nicht unterwegs sein. Und ganz ehrlich, würde ich mehr sehr viel mehr Zeit wünschen, um sie meinen Freunden zu widmen und auch mir selber. Mein Kopf ist in den letzten Monaten so zugedröhnt worden mit Dingen, Erfahrungen und Fakten, dass ich kurz vor dem Datenverlust stehe. Meine Weihnachtsauszeit war der letzte Urlaub, jetzt steht die nächste Auszeit kurz bevor. Vielleicht habe ich das auch einfach falsch geplant. Jedenfalls freue mich schon irrsinnig darauf. Nordseeluft tanken. Raus aus dem Stuttgarter Feinstaubdunst. Den Kopf sortieren. Abstand nehmen. Vielleicht auch den ein oder anderen Abschied. Mal sehen.

Doch nun zurück zu meinem Rezept. Was habe ich gebacken?

 

Spinatkuchen mit Topping aus Rharbarberkompott und Mangokügelchen

Das ganze in meiner Lieblingspringform für kleine Kuchen. Damit man nicht zuviel Teig produziert, halbiert man dazu jedes Backrezept. Anfangs war ich da ja sehr skeptisch. Aber… es klappt tatsächlich.

Das habe ich gemacht:

  1. Schritt: Spinat blanchieren (am Vortag) benötigt werden 225g, ich hatte 1,5 kg frischen Spinat, den Rest habe ich eingefroren
  2. Schritt: 2 Eier, 200g Zucker und ein Tütchen Vanille-Zucker* schaumig rühren
  3. Schritt: 125 ml Rapsöl und 60  Mandeln dazu⇑geben
  4. Schritt: 215g Mehl und 1/2 Tütchen Backpulver mischen und unter die Ei-Zucker-Mischung geben
  5. Schritt: 225 g Spinat unterheben
  6. Schritt: im Backofen backen bei 170 Grad, 40 Minuten (laut Rezept, stellt Euch auf eine längere Backzeit ein

Meine Backaktion habe ich mit Radio hören und Schuhe mit relativ hohen Absätzen (für meine Verhältnisse) einlaufen kombiniert. Am Ende habe ich dann lautstark mitgesungen und bin durch die Küche getanzt. Das war sehr lustig und hat mich mit dieser Frühlingsedition versöhnt.

Von Pleiten, Pech und Pannen

Es begann damit, dass mir einfach keine Idee gekommen ist, was ich so in meiner Küche zaubern könnte. Nada. Nix. Nullkommanull Idee. Eine lange Zeit. Irgendwas mit Mangold und Mango. Aber was? Als ich Judys grüne Geburtstagskiste (das war Sonjas und mein Geburtstagsgeschenk) in Teilen eingekauft habe, konnte ich keinen Mangold bekommen. Nur im Topf. Also als Pflanze, in Miniatur. Deswegen hatte ich Sorge, überhaupt gar keinen Mangold mehr zu bekommen und bin dann beim Vetter gelandet. Dem Spinat. Backen wollte ich unbedingt. Blumenkohl vertrag ich nicht. Also engte sich der Kandidatenkreis zusehends ein. Ich fand das Rezept für den Spinatkuchen, der eigentlich meinem Zucchinikuchenrezept sehr ähnelt, fand ihn aber irgendwie nackt. Also musste ein Topping her. Waldmeistercreme. Das war aber drei Nummern zu groß für mich. Oder mit mehr innerer Ruhe hätte das zur Rose schlagen geklappt, jedenfalls hat es nicht geklappt. Also war der Spinatkuchen weiterhin nackt. Wenigstens klappt die Rharbarberkompottherstellung. Der absolute Supergau war aber dann die Sache mit meiner Kamera. Beim Fotoshooting des Spinats au naturelle hat sie nicht mehr fokussiert und auslösen. Also habe ich tagsdarauf meinen langgehegten Wunsch nach einem neuen Kamereabody in die Tat umgesetzt. Letzten Freitag ist Scott hier eingezogen. Aktuell lernen wir uns kennen.

Hier noch ein paar Arbeiten mehr von Scott:

Übrigens I: Die Mangokügelchen habe ich mit dem Apfelgehäuseentfernermesser (keine Ahnung wie das Ding wirklich heißt) ausgestochen.

Übrigens II: Ich habe nur das Innere des Kuchens verwendet und mit dem “Rand” heute meine Kollegen und den Chef beglückt. Sie haben alle überlebt…

Übrigens III: Eigentlich müsste es heißen Spinatkuchen mit Topping aus Rharbarberkompott,  Mangokügelchen und Waldmeisterstängelantenne.

Übrigens IV: Deko waren Mandelblättchen (mussten weg) und Pistazienkerne (extra gekauft wegen der Farbe).

So entstand also meine Spinatkuchen mit ohne Waldmeistercremetopping Rharbarberkompott und Mangokügelchen. Mit Special Apperance von Brings (“superjeilezick”) und dem weltbesten Vanille-Zucker made by Sonja aka Miss The whitest Cake alive. Den Waldmeister rauch ich jetzt.

 

Lasst Eure Alltagssterne leuchten, Anja***

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Auf geht’s Frühling 2017 – Stuttgart vier mal 3 {Frühling No. 2}

Wofür lebst Du? Seit Jahren begleitet mich dieser Fragen-Aufkleber von Die Erinnerungsguerilla. Eigentlich sollten diese Fragen-Aufkleber irgendwo im öffentlichen Raum angeklebt werden. Aber seit dem ich ihn erhalten habe, kann ich mich nicht von ihm trennen. Mal ist er Mahnung, mehr auf mich zu achten und externe Anforderungen nicht über meine Bedürfnisse zu stellen. Mal ist er Ansporn und der Anstupser zum Sprung ins kalte Wasser und der Hinwendung zu neuen Ufern.

Zur Zeit ist er wieder der Mahner. Zur Zeit werde ich von den Erfordernissen des Alltags geradezu überrollt. Die Dämonen der Vergangenheit lauern hier und da. Erinnerungen an Geschehnisse erblühen und manch schmerzvolle Erinnerung kehrt zurück. Das zehrt an den Kräften. Lässt Kreativität im Keim ersticken. Die vier Tage Osterpause waren herbei gesehnt wie schon lange nicht mehr. Und dann – schlußendlich – rasend schnell vorbei.

Tu es einfach. Fang einfach an. Das wurde mir zuletzt von zwei Menschen, die wohl mich gut kennen, aber einander nicht, geraten. Das fällt mir schwer. Wege werden zu Wegen in dem man einen Fuß vor den anderen setzt, Steinen ausweicht und Schritt um Schritt tut. Der Zukunft entgegen, die Vergangenheit hintersichlassend.

Also versuche ich mich an dem zu erfreuen, was gerade greifbar nah ist und so viel Freude bringt. Heute ist der 17. April und in vier Wochen demnach der 17. Mai. Der Tag, an dem die Frühlingsversion von Stuttgart vier mal 3 online geht. Also heißt es wieder sich dem kreativen Kochen zu widmen. Es ist wieder Zeit für das Kochen mit Freunden, wenn auch nicht live in einer Küche, sondern jeder für sich und als Überraschungsessen für die virtuellen Gäste.

Judy, Sonja und ich haben an der Zutatenliste gefeilt. Schau mal:

Ich weiß, es wird wieder turbulent werden. So sehr ich mich auch um Struktur und rechtzeitige Blogpost-Produktion bemühe, mich werden die Dinge des Alltags wieder rechts und links überholen. Unser WhatApp-Chat wird wieder herrlichste Stilblüten zu Tage fördern, aber genau das ist es was diese Aktion so bezaubernd macht.

Du möchtest mitmachen? Sehr gerne. So geht es…

Egal ob mit oder ohne Blog, Du bist willkommen. Suche Dir Deine Zutaten aus (Minimum: 3 Zutaten aus der Liste) oder nehme alle. Mache daraus was Dir gerade einfällt. Kreiere Neues, ändere Altes. Egal, Hauptsache Dich erfasst die kreative Kochwut! Poste Deinen Beitrag auf Instagram, Deinem Blog oder Deiner Facebook-Seite. Verlinke uns oder nur eine von uns. Nutze unseren Hashtag #stuttgartviermal3. Aber bitte, bitte nicht vor dem 17. Mai 2017, 17:00 Uhr. Denn das ist der ganz besondere Zauber dieser Aktion, wir wissen nichts von dem was in den jeweiligen Experimentierküchen entsteht. Wir wissen nicht ob gegrillt, gebacken, gekocht oder was auch immer mit den Zutaten angestellt wird!!! Probier es einfach aus. Wir garantieren, es macht jede Menge Spaß, kostet Schweiß und Nerven, aber es ist eine Bereicherung. Jeder für sich und dennoch alle zusammen!

Nach dem 17. Mai werden dann alle Beiträge noch auf Pinterest auf dem Stuttgart vier mal 3 – Board gesammelt. Deswegen ist die Verlinkung und / oder der Hashtag so wichtig.

Viel Spaß beim Rezepte checken und zubereiten. Verzichtet aber unbedingt auf Kollateralschäden in Form von hinterher anstehenden Renovierungsmaßnahmen oder schlimmeren!!! 🙂

 

Lasst Eure Alltagssterne leuchten, Anja***

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