Vieles was wir in Kindheit und Jugend essen, begleitet uns ein Leben lang. Egal was es ist, es gibt uns einfach ein gutes Gefühl, weil es Erinnerungen weckt und uns verbindet mit all jenen, die nicht mehr leben. Dieses Kuchenrezept hat eine ganz eigene Geschicht im Gepäcker, aber lest selbst…
Rezept mit Geschichte
Das Rezept begleitet mich seit meiner Jugend in den 80er Jahren. Es ist kein klassisches Familienrezept, dass von Generation zu Generation weiter gereicht wird. Vielmehr ist es ein Rezept der Freundschaft: Mein Opa war in seinen letzten Lebensjahren ein Pflegefall und wurde von meiner Oma zuhause gepflegt. In regelmäßigen Abständen wurde er von seinem ältesten Freund besucht, auch damit meine Oma mal durchatmen konnte. Dieser Freund hatte immer einen von seiner Frau gebackenen Kuchen oder eine Torte dabei. Die tollsten Sachen! Aus dieser Sammlung stammt das Rezept für den Eierlikörkuchen. Nach dem Tod meines Opas haben wir seinen Freund und dessen Frau besucht. Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Ein Sommernachmittag im Garten unter Apfelbäumen mit Kaffee & Kuchen und vielen Geschichten mit meinem Opa. Damals durfte ich mir einige Rezepte abschreiben (!) und mitnehmen. Das Backen dieses Kuchens hat damit immer auch etwas mit Freundschaft und Verbundenheit zu tun.

Zutaten
- 5 Eier
- 1 Paket Kartoffelmehl
- 1 Paket Puderzucker (1 EL für die Deko zurück halten)
- 1 Tasse Eierlikör
- 1 Tasse Öl
- 2 EL Mehl
- 1 Tütchen Vanillezucker
- 1 Tütchen Backpulver

Arbeitsschritte
Ofen vorheizen 175 Grad.
Kartoffelmehl, Mehl und Backpulver in einer Schüssel mischen. Eier, Puder- und Vanillezucker in einer zweiten Schüssel sehr schaumig rühren. Dann Öl und Eierlikör dazu geben. Danach löffelweise die Mehl-Mischung hinzugeben, während die Küchenmaschine weiterrührt.
Eine Kranzform fetten und ausmehlen. Den Kuchenteig darin verteilen.
Bei 175 Grad circa 45 Minuten backen.
Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.

Hilfreiches
Ich habe ein Tassenmaß aus Edelstahl mit den Maßangaben halber Cup und Cup. Woher ich das habe, weiß ich nicht mehr. Einen Henkelbecher zu nehmen ist denke ich zu viel. Daher verwende lieber eine klassische Kaffeetasse. Am liebsten backe ich mit meiner Springform, den zweiten Einsatz habe ich hier verwendet, so dass sich dieser “Kranz” ergibt. Den Kuchen kann man gut einige Tage aufbewahren.

Lass Deine Alltagssterne leuchten, Anja***