Leben

Zehn Lieblingsbücher und ihre ersten Sätze

Ich liebe Bücher, sie ziehen mich magisch an. An einer Buchhandlung komme ich nicht vorbei, ohne wenigstens einen Blick ins Schaufenster zu werfen. Daher präsentiere ich Euch heute meine zehn Lieblingsbücher mit ihren ersten Sätzen. Wie wichtig erste Sätze sind, weiß jeder, der sich mit dem Schreiben beschäftigt. Sie entscheiden, darüber ob mich ein Buch packt oder ob es sich zum seitweisen Kampf entwickelt. Selten lege ich ein Buch nach den ersten Seiten weg. Ich gebe ihm immer eine Chance. Mitunter auch bis zur Hälfte. Aber wenn der erste Satz gut ist, dann macht es einfach vielmehr Spaß.

Anfangs habe ich mich mit dem Lesen schwer getan. Aber irgendwann ist der Knoten geplatzt, danach entwickelte ich mich zum wahren Bücherwurm. Auslöser war glaube ich, das Buch „Das doppelte Lottchen“. Die Kästner-Liebe ist geblieben, doch dazu gleich mehr.

Nummer Eins: Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier

Zwei oder dreimal habe ich das Buch schon gelesen bzw. das Hörbuch gehört. Mich berührt die Geschichte von Mundus wegen der – auch für mich zentralen Themen – Aufbruch und Reisen. Genug von meinen Worten. Lassen wir das Buch sprechen:

Der Tag, nach dem im Leben von Raimund Gregorius nichts mehr sein sollte wie zuvor, begann wie zahllose andere Tage.

Nummer Zwei: Feuer und Stein von Diana Gabaldon

Lange bevor „Outlander“ als Serie ins Fernsehn kam, bin ich der Reihe verfallen. Ich habe alle Bände verschlungen. War verliebt in Jamie, habe die Schlacht von Culloden mit den Schotten durchlebt und mit Claire gelitten. Schon der erste Satz hat mich gepackt. Sagen wir beide erste Sätze, denn es gibt hier eine kurze Einleitung und dann den ersten Satz des ersten Teils.

  • Einleitung: Menschen verschwinden ständig.
  • Erste Satz des ersten Teils: Der Ort sah, zumindest auf den ersten Blick, niht so aus, als würden dort viele Menschen verschwinden.

Nummer Drei: Das Lächeln der Frauen von Nicholas Barreau

Klar das ein Buch, dessen Geschichte in Paris spielt, in meinen TOP 10 nicht fehlen darf. Dem ersten Satz kann ich nur zustimmen, denn ich bin der festen Überzeugung, dass das Bücher leisten können. Ihr fragt Euch, was genau? Bitteschön:

Letztes Jahr im November hat ein Buch mein Leben gerettet.

Nummer Vier: Die Perspektive des Gärtners von Håkan Nesser

Mit vier vollgepackten Koffern und zwei leeren Herzen kamen wir nach New York.

Ein fullminanter Start für einen irre spannendes Buch, wobei die Spannung sich nach und nach erst aufbaut.

Nummer Fünf: Als ich ein kleiner Junge war von Erich Kästner

Da isser wieder. Auch hier kann ich mich nicht für DEN ersten Satz entscheiden. Den sowohl der erste Satz des „Vorwortes“ als auch der des ersten Kapitels sind einfach nur brilliant:

  • Vorwort: Meine Freunde machen sich scho seit langem darüber lustig, dass keines meiner Bücher ohne ein Vorwort erscheint.
  • Erstes Kapitel: Wer von sich selbr zu erzählen beginnt, beginnt meist mit ganz anderen Leuten.

Nummer Sechs: Bretonische Verhältnisse von Jean-Luc Bannalec

Ein Krimi, noch dazu in der Bretagne angesiedelt, auch das darf in meiner Besten-Liste nicht fehlen. Monsieur le Commisaire mag ich einfach und das begann so:

Es war ein fabelhafter Sommertag, dieser 7. Juli.

Nummer Sieben: Das Leben drehen von Nicole Walter

Nichts ist wichtiger im Leben als unsere Gesundheit. Bücher, die zeigen, dass das auch ganz anders sein kann sind wirklich herausragend. Die Geschichte hier ist traurig, aber dennoch irgendwie lebensfroh, sie beginnt so:

Auf einmal waren sie da, die ersten Schneeglöckchen.

Nummer Acht: Eat Pray Love von Elizabeth Gilbert

Ein Buch das nachdenklich stimmt und das Potenzial hat etwas im Leben der Leser verändern zu können. Freilich nur, wenn man sich darauf einlässt.

  • Einleitung: Wenn man durch Indien reist – und vor allem, wenn man heilige Stätten und Ashrams besucht -, sieht man eine Menge Leute mit Perlen um den Hals.
  • Erstes Buch, Kapitel Eins: Ich wollte, Giovanni würde mich küssen!

Nummer Neun: Der Geschmack von Apfelkernen von Katharina Hagena

Tante Anna starb mit sechszehn an einer Lungenentzündung, die aufgrund ihres gebrochenen Herzens und des noch nicht entdeckten Penizillins nicht heilen konnte.

Ich glaube ich habe das Buch erstmals kurz vor oder kurz nach dem Tod meines Vaters gelesen. Thema passt. Bücher sind so oft Trost oder die Möglichkeit abzutauchen/abzuhauen.

Nummer Zehn: Die Bucht, die im Mondlicht versank von Lucy Clarke

Die Geschichte nimmt sehr langsam Fahrt auf, aber dann kann man das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen.

  • Prolog: Salzwasser brennt in meiner Kehle, als ich prustend wieder auftauchte.
  • Kapitel Eins: In der Ferne höre ich die Wellen an den Strand schwappen

Diese zehn Bücher begleiten mich mehr oder weniger lange. Sie haben mein Leben bereichert. Das ist natürlich eine sehr individuelle Geschichte. Habt Ihr solche Lieblingsbücher? Erzählt doch mal?

Lasst Eure Alltagssterne leuchten, Anja***

In eigener Sache

Dieser Blogpost ist eine Idee von mir und wurde von niemandem beauftragt. Alle Bücher habe ich selbst gekauft bzw. wurden sie mir geschenkt. Auf Wunsch sende ich gerne eine Buchliste zu mit Verlag, Erscheinungsjahr etc. so wie man das aus den Fußnoten von Diplomarbeiten kennt.

Teile diesen Beitrag

2 Kommentare zu “Zehn Lieblingsbücher und ihre ersten Sätze

  1. hihi Lustige Idee… Wenn man die Ersten Sätze aneinander Reiht kommt auch was lustiges raus. Da schneits dann plötzlich im Juli :D

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.