Ein Dezemberwochenende in Paris

Ich war in Paris. Alleine. An einem sonnigen Samstag kam ich dort an. Es war mein Geburtstag und es war eiskalt. Diese Reise war ein großes Abenteuer für mich. Für mich wurde dadurch ein großer Traum wahr. Heute teile ich meine Erlebnisse, Eindrücke und Reisegedanken mit Euch. Das hat eine kleine Weile gebraucht, bis ich das tun konnte. Aber nun ist es endlich soweit. Es gibt Menschen in meinem Umfeld, die behaupten, dass diese Reise nie stattgefunden hat. Dem ist nicht so. Ich habe soviele Eindrücke, über Paris, über das Reisen und nicht zuletzt auch über mich mitgebracht, dass die Verarbeitung eine Weile gedauert hat. Für mich war diese Reise wichtig und deswegen wollte ich sie mir nicht zerreden lassen. Wollte nicht sofort erzählen wo ich überall war. Was ich gesehen habe und was nicht. Ich wollte diesen Schatz einfach eine kleine Weile nur für mich bewahren. Heute teile ich gerne das Erlebte mit Euch. Es wird kein klassischer Reisebericht. Denn diese Reise war kein klassischer Städte-Wochenend-Trip. Ich hoffe Ihr habt Zeit und Lust mich mit mir auf diese Reise zu begeben. Doch lasst mich zuvor noch ein paar ganz andere Gedanken mit Euch teilen.  Ich denke, es ist notwendig, um zu verstehen, warum zwei Tage Paris ein so großes Abenteuer für mich waren.

Wie ich mein Weltenbummlerpotential hob

Zum Reisen habe ich erst in den letzten Jahren den nötigen Mut aufgebracht. Lange war das Alleinreisen keine Option. Ich blieb zuhause. Das war auch schön. Aus heutiger Sicht eine Art Trainigslager für meine Entdeckungsreisen. Aber dazu später mehr.

Durch das Bloggen-mit-Herz-Wochenende auf Föhr kam der Reisewunsch langsam an die Oberfläche. Ein toller Nebeneffekt. Über die Nebeneffekte des Bloggens sollte ich mal einen eigenen Blogpost verfassen, da gibt es noch mehr. Entschuldigt, das war eine Notiz an mich!

Bevor ich zu jenem Wochenende nach Föhr aufbrach prophezeite mir meine Hamburger Tante, dass ich bestimmt nicht zum letztenmal nach Föhr fahren werde. Wie recht sie hatte! In der Zwischenzeit war ich schon zweimal dort. Der dritte Aufenthalt ist für dieses Jahr schon gebucht.

Ich habe mich bewusst langsam ans Reisen herangetastet. Habe ergründet, ob das mit-mir-auf-Reisen-sein funktioniert. Erst waren es vier Tag, dann eine Woche. In diesem Jahr werden es zwölf Tage sein. Ohne diese Übungen hätte ich nicht nach Paris reisen können. Hört sich komisch an, ist aber so! Neue Erlebniswelten kann ich nicht spontan erkunden. Ich muss mich in meinem Tempo darauf einlassen. Nur so funktioniert das. Ich finde das nicht weiter schlimm! Übrigens bin ich 2017 erstmals alleine geflogen.

Solche Ersterfahrungen kosten mich schlaflose Nächte und viel Mut für die Umsetzung. Mut erfordert wiederum Energie. Diese Energie hatte ich in den letzten 15 Jahren nur für den Alltag und für die richtig wichtigen Dinge in meiner Freizeit.

Paris mon amour

Zurück zum 9ten Dezember 2017. {Dem Tag an dem das Requiem für Johnny Hallyday statt. Bis zu meiner Reise nach Paris hatte ich von ihm noch nie gehört. Aber dieses Requiem hatte ein paar Auswirkungen auf meinen Aufenthalt. Nichts dramatisches, aber eben bemerkbar. Eine Buslinie der Hop-on-hop-off-Busse fuhr am Samstag nicht. Helikopter kreisten über der Stadt. Der Champs-Elysees war gesperrt und das Gebiet rund um die Madeleine-Kirche war ebenfalls.}

Mein Samstag begann früh (5:00 Uhr). Ich fuhr mit dem ersten TGV von Stuttgart nach Paris. Gegen 10:30 Uhr (es gab eine obligatorische Verspätung!) war ich dann in Paris. Endlich! Ich hatte lange darauf hingefiebert. Mir ausgemalt, wie es wohl sein würde. Was ich tun würde. Nichts davon konnte ich dem Moment abrufen, als ich vor dem Gare de l’Est stand. Dem Moment als mir klar wurde: Ich bin in Paris. Heute ist mein Geburtstag und ich bin in Paris.

Die Stadt nahm mich mit offenen Armen auf und zog mich in ihren unnachahmlichen Bann. Zack! Da hatte sie mich wieder! Zuletzt war ich Pfingsten 1990 an der Seine. Einen Tag nach der Abifeier. Am ersten Tag vom Rest meines Lebens. Es war als hätte Paris mich vermisst. Und wie sehr ich Paris vermisst hatte wurde mir letzten Dezember erst richtig klar. Wir hatten beide einige Stürme überlebt. Waren nicht mehr dieselben. Und dennoch… wir erkannten einander!

Ich konnte es gar nicht abwarten mich ganz schnell ins Pariser-Getümmel einzufügen. Ein wenig kopflos stieg ich in den ersten Bus der l’open tour -Bustouren, der vorfuhr ein und los ging es. Ohne Nachdenken. Ohne Zögern. Einfach los. Natürlich wäre es besser gewesen meinen Rucksack ins Hotel zu bringen. Sag ich heute. In der Situation an jenem Samstag im Dezember, konnte ich das nicht überblicken. Ich wollte los. Meine alte Liebe, neue entdecken. Für mich. Alleine. Diese Emotionen, die während eines Wimpernschlages in der Dezembersonne hochkamen, haben mich überrollt. Mich rechts und links überholt. Es hat ein paar Stunden gedauert bis ich aus dieser “Trance” wieder heraus war.

Einmal rund um den Gare de l’Est

Auch auf Föhr gleicht der erste Tag einem Himmelfahrtskommando. Am ersten Tag will ich alles auf einmal ohne Rücksicht auf Verluste. Ich hetze durch die Gegend, will alles sehen und erleben, was ich lange vermisst habe. Das bringt mich selber jedoch mitunter ziemlich ins straucheln. So ging es mir auch in Paris. Als ich den Bus erstürmt hatte und mich auf dem Oberdeck (die Busse sind oben offen und es war bitter kalt) niedergelassen hatte, hätte ich am liebsten laut gejubelt oder geweint oder gelacht. Oder alles zusammen. Nun soweit kam es nicht! Soweit hatte ich das Ganze dann doch im Griff. Ich genoss es, mich durch die Straßen von Paris fahren zu lassen. Der eiskalte Fahrtwind störte mich nicht. Schaute in den blauen Himmel oder nach rechts oder nach links.

Ich fuhr und fuhr und fuhr. Das ich aussteigen konnte wo ich wollte, hatte ich eine kleine Weile nicht auf dem Schirm. Ich fuhr. Staunte. Fuhr weiter. Machte Fotos. Fuhr weiter. Sah die Sicherheitsabsperrungen Richtung Madeleine-Kirche. Kam an den Galeries Lafayette vorbei. Sah die Menschenmassen vor den weihnachtlich dekorierten Schaufenster. Sah wunderschöne Häuserfassaden. Sah das Moulin Rouge und Sacre Coeur.

Ich fuhr weiter. Irgendwann kam ich wieder am Gare de l’Est an. Zwei Stationen später bin ich dann endlich ausgestiegen. Hab meinen Rucksack aufgezogen. Meine steifen Glieder (ich war dann doch ziemlich durchgefroren) mussten erst etwas animiert werden mich nun durch Paris zu tragen. Ich stand vor dem Hardrock-Café und dem berühmten Kino Le Grand Rex.

Unterwegs in den Straßen von Paris

Dann lief ich los. Ich war so dankbar und glücklich wie selten. Irgendwann um die Mittagszeit erhielt ich eine Nachricht von Freunden, ob ich denn noch leben würde. Da fiel mir auf, dass ich die Zeit völlig ausgeblendet hatte und ganz und gar in der Stadt abgetaucht war. Es gab nichts mehr. Nur noch mich in den Straßen von Paris. Sowas habe ich bisher noch nie erlebt und ich kann es auch nicht richtig in Worte fassen.

Das ich immer noch mit meinem gesamten Reisegepäck unterwegs war, erwies sich zu diesem Zeitpunkt als ziemlich hinderlich. Nicht nur meine Schultern hätten gerne eine Lastpause gemacht. Auch meine Blase hätte gerne etwas Entlastung gehabt. Aber mit dem Gepäck (und auch so) habe ich mich nicht in eines der kleinen Cafés oder Bistros getraut. Also lief ich einfach weiter. Was soll es, dachte ich. Ganz bewusst habe ich mich auf was anderes konzentriert (hat auch eine Zeit lang funktioniert). Ich war eben das Himmelfahrtskommando auf Entdeckungsreise in Paris. Wie schon erwähnt ich kann es am ersten Reisetag nicht gut laufen lassen, ich will alles und zwar sofort.

Galerie Vivienne-Jardin du Palais Royale-Palais Royale

Auf meinem Streifzug durch Paris habe ich wirklich schöne Ecken entdeckt. Ganz besonderes gerne erinnere ich mich an die Galerie Vivienne und ihren tollen Boden. An den Arkadengang rund um den Jardin du Palais Royale. Die schwarz-weißen Stelen in unterschiedlicher Höhe am Palais Royale, die zum fotografieren einladen.

An die Comedie Francaise (wie kriegt man eigentlich den Schnörksel unter das c?) und einem sehr tollen Metro-Eingang unmittelbar davor. Dann lief ich zum Louvre. Dort hatte meinen persönlichen WOW-Moment! Da stand ich in der Dezember-Mittagssonne vor der Pyramide am Louvre. Um mich herum jede Menge Menschen und ich mitten drin. Ich sah Richtung Place de la Concorde und sah das Riesenrad. All das was ich zuvor auf Pinterest und in Reiseführern gesehen und gelesen hatte, wurde Realität. Getaucht in herrliches Winterlicht!

Dann aber meldete sich doch wieder meine Blase und ich verlies diesen magischen Platz, um mir einen Bus zu suchen, der mich Richtung Hotel bringen sollte. Es würde noch 1,5 Stunden dauern, bis ich endlich im Hotel war.

Was man so macht im Stau in Paris

Die blaue (gesperrte) Route der Hop-on-hop-off-Busse wurde wieder bedient. Also stieg ich in Bus Richtung Eiffelturm. Wir fuhren schnurstracks ins Verkehrschaos. Die Sperrung des Champs-Elysees war aufgehoben, die Staus auf den Ausweichstrecken jedoch noch nicht vorbei. Auch die tausende (ist übertrieben, habe nicht gezählt) von Harley-Fahrern aus ganz Frankreich, die den Sarg von Johnny Hallyday eskortiert hatten, wollten auch wieder weg. Ich fuhr vorbei am Musee d’Orsay und an den Bouquinisten. Ein Glück haben diese Busse W-LAN so konnte ich meine Geburtstagsgrüße beantworten. Denn nun brauchte ich auch wieder eine Ablenkung, um nicht ständig an meine Blase zu denken.

So kam es also zu folgendem Mailverkehr mit einem alten Studienfreund: Danke, für deine Geburtstagswünsche. Stehe gerade auf einer Seinebrücke im Stau. Verbringe den Tag in Paris. Alles Liebe, Anja. Antwort: Es gibt schlechtere Orte zum Geburtstag feiern. Viel Spaß noch. Stimmt! dachte ich und war mit der Situation versöhnt. (Meine Blase gab für eine Weile auch wieder Ruhe!)

Über den Verkehr und das Verhalten der Verkehrsteilnehmer in Paris wird ja viel Erstaunliches erzählt. Zu meiner großen Überraschung entspricht es größtenteils der Wahrheit. Ich musste ja nicht fahren. Ich durfte beobachten. Es war göttlich! Den Busfahrer habe ich zwischendurch sehr bewundert, ja nahezu geliebt. Der hatte Nerven wie Drahtseile, extrem gute Fahrkünste und das Ganze ohne zu fluchen. Der hat nichts gesagt! Null. Wenn ich da an die Busfahrer in Kornwestheim denke… die würden sich weinend vor den Bus schmeissen! Wir fuhren also einmal über die Seine und dann zum Trocadero. Einmal drumherum. Ein kurzer Blick aufs Türmle und dann wieder zurück über die Seine zum Marsfeld. Es war Parisfeeling pur!

Zum weinen schön: Der Eiffelturm

Dann stand ich vor dem Türmle. Der Eiffelturm. Ja, ich gestehe: Ich bin ein echter Paris-Touri! Den Eiffelturm liebe ich sehr. Also stand ich da und hatte Tränen in den Augen. Da war ich also! Endlich! Ich habe mich dann am obligatortischen Selfie versucht. Musste mich dann zeitgleich auch noch den sehr aufdringlichen fliegenden Händlern dort erwehren. Die haben mir etwas den Moment versaut. Aber dennoch denke ich gerne daran. Der Eiffelturm und ich. Es war Liebe auf den ersten Blick!!!

Auf dem Weg zum Hotel habe ich mich dann irgendwie verfranst. Es hat eine Weile gedauert bis ich endlich dort ankam (vergesst nicht in welchem Zustand ich war, es war “etwas” unentspannt!). Im Hotelflur hat mich jedoch schier der Schlag getroffen. Die Wände waren schwarz tapeziert und über den Zimmertüren hingen rote Lämpchen. NEIN, NEIN, NEIN- das Zimmer musste ich nicht stundenweise zahlen! (Das war nämlich der Kommentar vom Lieblingskollegen am Montag drauf!)

Gedrückte Stimmung

Den Boxenstopp habe ich kurz gehalten. Aber als ich wieder los lief, war die Sonne weg. Zack! Innerhalb von einer halben Stunde. Nicht wirklich verwunderlich, es war nun nach 15:00 Uhr im Dezember. Aber nach den vielen Lichtspielen und unterschiedlichen Lichtstimmungen den ganzen Tag, war ich mit einem mal so enttäuscht, dass sich das auf meine Stimmung auswirkte. Dennoch lief ich über die Bir Hakeim-Brücke, dann an der Seine entlang zur Ponte d’Alma. Von dort Richtung Champs-Elysee. Vorbei an wunderschön geschückten Läden namhafter Luxus-Labels. Aber meine Laune war im Keller. Ich konnte irgendwie nichts mehr aufnehmen. Aus dieser Zeit gibt es auch keine Fotos mehr. Also lasse ich alle weiteren Ausführungen dazu.

Nach mehreren Versuchen irgendwo einen Platz in einem Café zu bekommen (entweder alle voll oder nur der Katzentisch, weil ich alleine war), bin ich dann doch noch mit der Metro gefahren. Dafür musste ich aber ganz schön viel Mut aufbringen. Ich fuhr also zurück zum Hotel. In einem Supermarkt habe ich mir dann noch schnell etwas Seelenfutter besorgt.

Dann kam war kommen musste. Alleine essengehen. Ich mag das nicht sonderlich und kann das auch nicht gut ertragen. Daher habe ich in einer Pizzeria so schnell gegessen, das es mir gar nicht bekommen ist. Innerhalb von einer halben Stunde war ich wieder draußen. Wirklich, das ist für mich das Schlimmste am Alleinreisen. Das übe ich jedoch weiter und lasse mich vor allem nicht vom reisen abhalten!

Nach einer ausgedehnten heißen Dusche, lag ich um kurz vor 21:00 Uhr im Bett. Ich war fertig! Seit 5:00 Uhr unterwegs und einige km durch Paris zu Fuss zurück gelegt. Ganz zu schweigen von der emotionalen Achterbahnfahrt. Es ging nichts mehr!

Sonntagsshoppen in Paris

Schlaf hilft immer! Am Sonntag ging es dann schon viel besser. Hier noch die Stationen meiner Sonntagstour: Eiffelturm-das Wohngebiet darum herum- Invalidendom-Bus über die Seine-Shoppen in den Galeries Lafayette- Metro zum Trocadero- Blick auf den Eiffelturm- Macarons kaufen bei Carette- Hotel Rucksack holen- Gare de l’Est. Heimreise. Der Sonntag hat mich nicht mehr so überwältig. Ich konnte besser geniessen.

Aurevoir… a bientôt Paris!

Beim nächstenmal in der Stadt des Lichts und der Liebe wird es noch besser gehen. Dann werde ich es mehr geniessen können. Es mehr laufen lassen. Denn mich durch Paris treiben zu lassen, das kann ich jetzt schon. Auch kann ich jetzt Metro fahren. Diese Erfahrung möchte ich nicht mehr missen. Eines noch, am Ende meiner Reise stellte ich dann fest, dass ich am allermeisten die Sprache vermisst habe. Am Ende meiner Reise, war ich sehr dankbar für einen tollen Französischunterricht und einen großartigen Lehrer. Der nicht nur Sprache sondern Liebe zu einem Land vermittelt hat.

Bei allem was vielleicht nicht so planmäßig verlaufen ist. Paris ist für mich immer eine gute Idee.

Ich hoffe Euch hat mein Reisebericht, der anderen Art gefallen. Bestimmt schreibe ich nochmal über Paris, über meine Lieblingsplätze und so weiter. Aber dazu muss ich erstmal wieder hin. Vielleicht noch in diesem Jahr. Mal sehen.

 

Lasst Eure Alltagssterne leuchten, Anja***

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5 Comments

  1. Yeah, yeah, yeah!
    Liebe Anja,
    toll, dass du alleine los bist. Es muss ja nicht gleich eine Backpacker-Tour durch Thailand sein, die man alleine macht – das würd ich auch nicht. Aber Paris geht schon. Ich war auch schon viel alleine im Urlaub. Erst, weil mein damaliger Freund nicht mit wollte und ich aber nicht zu Hause bleiben wollte und danach als Single. Ich wurde oft dafür bewundert, konnte es aber nicht wirklich verstehen. Für mich war zu Hause bleiben keine Option. Ich habe das positive am Alleinreisen gesehen: Ich fahre dort hin, wohin ich will. Wann ich will. Wie ich will. Und ich mache dort, was ich will. Natürlich wann und wie lange ich will 😉 Ich bin zwar Meiter im Pläne schmieden, aber oft habe ich die beim Frühstück spontan geändert, wenn z.B. das Wetter anders war als erwartet. Oder ich einfach Lust auf was anderes hatte. Und ich musste das mit niemandem absprechen. Einmal war ich unterwegs zu einem Museum auf Norderney. Auf halbem Weg bin ich umgekehrt und direkt zum Strand. So ging das einige Jahre. Nur nach Norwegen habe ich mich irgenwie nicht getraut. Das wollte ich machen, wenn ich mein Deckelchen gefunden habe. Doch dann kam mir – im Sommerurlaub – der Gedanke: “Was, wenn ich nie ein Deckelchen finde?” und: “Was, wenn mein Deckelchen gar nicht nach Norwegen will?”. Ich kam damals aus dem Urlaub zurück und nagelte den Chef sofort auf den Sommerurlaub fürs nächste Jahr fest. Eine Woche später hatte ich gebucht. Eine Kreuzfhahrt, ab Hamburg (weil leichte Anreise innerhalb Deutschland), Bordsprache Deutsch, Einzelkabinenzuschlag: 70 %. Ja, das ist heftig. 2 Monate später war mein Singleleben übrigens vorbei und ein paar Wochen vor der Abreise haben wir die Einzelkabine in eine Doppelkabine umgebucht. Die Reise war dann supergünstig für mich 😉
    Ich kann dir jetzt nicht versprechen, dass es bei dir genauso klappt. Aber was ich damit erzählen will: wir Frauen müssen mutig sein und uns die Welt anschauen.
    Ich wünsche dir noch ganz viele Alleinreisen, ganz viel Weltentdeckung, ganz viel Sightseeing, ganz viel Freihit.
    Ganz liebe Grüße,
    Katharina

    6. März 2018
    Reply
    • Anja said:

      Liebste Katharina,
      vielen Dank für Deine Zeilen, in denen soviel Mutmacher und Inspirationen enthalten sind. Von einer Kreuzfahrt träume ich auch… Aber für’s erste bleibe ich mal auf dem europäischen Festland (wenn man von Föhr absieht). Norderney wäre auch ein gutes Ziel. Wir sollten uns mal austauschen. Jedenfalls habe ich fest vor weiter alleine auf Reisen zu gehen. Und ganz nebenbei auch hier davon zu berichten.

      Ganz liebe Grüße zurück
      Anja

      6. März 2018
    • Hallo Anja,
      bitte, sehr gerne.
      Bei einem Austausch bin ich dabei. Ich mail dir gleich mal meine Nummer. Bei Bedarf kannst du gerne anrufen. (Das Wort jederzeit lasse ich mal weg, denn natürlich bin ich nicht rund um die Uhr erreichbar. Aber wenn wir wollen, dann klappt das.) Im April bin ich auch in Stuttgart – vielleicht treffen wir uns ja auf einen Schnack.
      Du musst unbedingt alleine weiter reisen. Zu Hause sitzen kannst du in gaaanz vielen Jahren bestimmt noch genug (ich denke gerade an meine Oma, die nicht mehr gut zu Fuß ist und zwangsläufig viel zu Hause sitzt).
      Liebe Grüße,
      Katharina

      6. März 2018
  2. Steffi said:

    Liebe Anja,

    dieser Bericht ist so schön geworden. So offen und ehrlich!!

    Vielen Dank dafür!!!

    Ich gratuliere zu deinem Mut – die schönen Momente hast du dir so verdient!

    Sag das nächste Mal Bescheid – vielleicht musst du gar nicht immer alleine verreisen

    Achso, ich weiß nicht, ob du mich noch kennst – ich war auf Föhr dabei!

    Liebe Grüße
    /Steffi

    2. März 2018
    Reply
    • Anja said:

      Liebe Steffi,
      vielen Dank für Deine Worte. Es freut mich, dass dieser Bericht Dir gefällt. Das Alleinereisen ist nur die logische Fortführung meines Lebens alleine. Das ist nicht schlimm. Ich bin daran gewöhnt und komme gut zurecht. Aber es ist schön auch eine Alternative zum Alleinreisen zu haben… 😉

      Liebste Grüße
      Anja

      2. März 2018

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