Stuttgart Vier mal 3 – Frühling {No. 2}

So da ist sie nun die 2017er Frühlingsedition von Stuttgart Vier mal 3. Diesmal ist es verflixt schwer gewesen aus den sechs Zutaten wenigstens drei Favoriten auszuwählen, die in meinem bzw. auf meinem Kuchen (ja tatsächlich, ich habe seit langem mal wieder was gebacken) landeten. Seht selbst das waren die sechs möglichen Kandidaten

  • Blumenkohl
  • Mango
  • Mangold
  • Rharbarber
  • Spinat
  • Waldmeister

Zum Waldmeister am Schluss mehr. Rotmarkiert habe ich meine Zutaten.

So sehr mir diese Aktion am Herzen liegt, aber in diesem Mai hat sie mich ganz fürchterlich geplagt. Planlos und dann auch irgendwann ratlos. Die Frage, was mache ich, war lange unbeantwortet. Ich war kurz davor hinzuschmeissen und gar nichts zu machen. Aber dann ging es irgendwie doch. Nicht zuletzt auch durch den Support von meinen beiden Mitstreiterinnen Judy und Sonja.

Mir scheint das Jahr 2017 ist ein Nebenher-Jahr. Alles erledige ich so nebenher Büroalltag, Bloggen, Familie, Freunde und meine eigenen Weichenstellungen. Gefühlt bin ich nirgendwo so ganz (mit Ausnahme des Büros, aber auch da gibt es so vieles was nebenher anfällt und getan werden muss). Geburtstage zu vergessen ist mir mehr als unangenehm, aber es kommt in diesem Jahr vor. Das Bloggen kommt definitiv zu kurz, aber die Aufmerksamkeit, die es benötigt, ist einfach aktuell nicht so da und mit halber Fahrt mag ich einfach nicht unterwegs sein. Und ganz ehrlich, würde ich mehr sehr viel mehr Zeit wünschen, um sie meinen Freunden zu widmen und auch mir selber. Mein Kopf ist in den letzten Monaten so zugedröhnt worden mit Dingen, Erfahrungen und Fakten, dass ich kurz vor dem Datenverlust stehe. Meine Weihnachtsauszeit war der letzte Urlaub, jetzt steht die nächste Auszeit kurz bevor. Vielleicht habe ich das auch einfach falsch geplant. Jedenfalls freue mich schon irrsinnig darauf. Nordseeluft tanken. Raus aus dem Stuttgarter Feinstaubdunst. Den Kopf sortieren. Abstand nehmen. Vielleicht auch den ein oder anderen Abschied. Mal sehen.

Doch nun zurück zu meinem Rezept. Was habe ich gebacken?

 

Spinatkuchen mit Topping aus Rharbarberkompott und Mangokügelchen

Das ganze in meiner Lieblingspringform für kleine Kuchen. Damit man nicht zuviel Teig produziert, halbiert man dazu jedes Backrezept. Anfangs war ich da ja sehr skeptisch. Aber… es klappt tatsächlich.

Das habe ich gemacht:

  1. Schritt: Spinat blanchieren (am Vortag) benötigt werden 225g, ich hatte 1,5 kg frischen Spinat, den Rest habe ich eingefroren
  2. Schritt: 2 Eier, 200g Zucker und ein Tütchen Vanille-Zucker* schaumig rühren
  3. Schritt: 125 ml Rapsöl und 60  Mandeln dazu⇑geben
  4. Schritt: 215g Mehl und 1/2 Tütchen Backpulver mischen und unter die Ei-Zucker-Mischung geben
  5. Schritt: 225 g Spinat unterheben
  6. Schritt: im Backofen backen bei 170 Grad, 40 Minuten (laut Rezept, stellt Euch auf eine längere Backzeit ein

Meine Backaktion habe ich mit Radio hören und Schuhe mit relativ hohen Absätzen (für meine Verhältnisse) einlaufen kombiniert. Am Ende habe ich dann lautstark mitgesungen und bin durch die Küche getanzt. Das war sehr lustig und hat mich mit dieser Frühlingsedition versöhnt.

Von Pleiten, Pech und Pannen

Es begann damit, dass mir einfach keine Idee gekommen ist, was ich so in meiner Küche zaubern könnte. Nada. Nix. Nullkommanull Idee. Eine lange Zeit. Irgendwas mit Mangold und Mango. Aber was? Als ich Judys grüne Geburtstagskiste (das war Sonjas und mein Geburtstagsgeschenk) in Teilen eingekauft habe, konnte ich keinen Mangold bekommen. Nur im Topf. Also als Pflanze, in Miniatur. Deswegen hatte ich Sorge, überhaupt gar keinen Mangold mehr zu bekommen und bin dann beim Vetter gelandet. Dem Spinat. Backen wollte ich unbedingt. Blumenkohl vertrag ich nicht. Also engte sich der Kandidatenkreis zusehends ein. Ich fand das Rezept für den Spinatkuchen, der eigentlich meinem Zucchinikuchenrezept sehr ähnelt, fand ihn aber irgendwie nackt. Also musste ein Topping her. Waldmeistercreme. Das war aber drei Nummern zu groß für mich. Oder mit mehr innerer Ruhe hätte das zur Rose schlagen geklappt, jedenfalls hat es nicht geklappt. Also war der Spinatkuchen weiterhin nackt. Wenigstens klappt die Rharbarberkompottherstellung. Der absolute Supergau war aber dann die Sache mit meiner Kamera. Beim Fotoshooting des Spinats au naturelle hat sie nicht mehr fokussiert und auslösen. Also habe ich tagsdarauf meinen langgehegten Wunsch nach einem neuen Kamereabody in die Tat umgesetzt. Letzten Freitag ist Scott hier eingezogen. Aktuell lernen wir uns kennen.

Hier noch ein paar Arbeiten mehr von Scott:

Übrigens I: Die Mangokügelchen habe ich mit dem Apfelgehäuseentfernermesser (keine Ahnung wie das Ding wirklich heißt) ausgestochen.

Übrigens II: Ich habe nur das Innere des Kuchens verwendet und mit dem „Rand“ heute meine Kollegen und den Chef beglückt. Sie haben alle überlebt…

Übrigens III: Eigentlich müsste es heißen Spinatkuchen mit Topping aus Rharbarberkompott,  Mangokügelchen und Waldmeisterstängelantenne.

Übrigens IV: Deko waren Mandelblättchen (mussten weg) und Pistazienkerne (extra gekauft wegen der Farbe).

So entstand also meine Spinatkuchen mit ohne Waldmeistercremetopping Rharbarberkompott und Mangokügelchen. Mit Special Apperance von Brings („superjeilezick“) und dem weltbesten Vanille-Zucker made by Sonja aka Miss The whitest Cake alive. Den Waldmeister rauch ich jetzt.

 

Lasst Eure Alltagssterne leuchten, Anja***

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Kategorien Essen

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Hallo, ich bin Anja, die Alltagssternesammlerin aus Stuttgart. Den größten Teil meines Alltags verbringe ich im Büro. Aber auf dem Weg dorthin oder auf dem Heimweg bin ich sofort wieder im Sammelmodus. Ich mag die schönen Dinge des Lebens, schreibe und lese gerne, interessiere mich für alles mögliche und liebe Kaffee.

  1. Also holla die Waldfee, da habt ihr aber auch wieder ein paar Zutaten zusammengemischt… Ich bleibe bei euren Aktionen ja aus Ehrfurcht lieber Weg 😉

    Liebe Anja, ich wünsche dir einen schönen Urlaub und hoffe, dass wir uns bald mal wiedersehen. Vielleicht beim Bloggerstammtisch, vielleicht mal woanders!

    Viele liebe Grüße,
    Katharina

  2. Wow Anja, da hast du was tolles gezaubert und ich kann mir überhaupt gar nicht vorstellen wie der Kuchen schmeckt, also in welche Richtung. Dass er schmeckt kann ich mir natürlich vorstellen, aber wie er genau Spinat in einem süßen Teig schmeckt, überhaupt nicht… ich sag nur – sensationell verrückt 🙂
    Beim letzten Satz musste ich lauthals loslachen… hihi

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