Reise an den Niederrhein {Teil 1 – Sehenswertes}

Ein Rückblick auf Weihnachten hat in diesen Tagen irgendwie etwas abgestandenes. So gern man im Advent sein zuhause festlich schmückt, Plätzchen bäckt oder einen Christbaum nebst Krippe aufstellt. So befreiend ist doch der Umstand in den ersten Januartagen alles wieder einzupacken. So eine Art Weihnachtsdetox… Als ich anfing diesen Beitrag zu schreiben, fiel mir etwas aus Kindertagen ein. Einer unserer Nachbarn hatte einen ganz besonderen Humor. Über viele Jahre hinweg, fragte er stets bei unserer ersten Begegnung im neuen Jahr: „Na, Anja, was hat Dir denn das Christkind gebracht?“ Ich habe dann voller Stolz von meinen Weihnachtsgeschenken berichtet. Er hat mir immer geduldig zu gehört. Am Ende sagte er dann immer: „Komisch, bei mir ist Weihnachten erst noch.“ Den Jahreswechsel hatte ich immer ausgeblendet. Deswegen traue ich mich dann doch noch an einen kleinen Rückblick.

Heute nehme ich Euch mit auf meine Weihnachtsreise an den Niederrhein. Für mich eine Reise zu meinen Wurzeln. Wer meine Beschreibung auf meiner About-Seite kennt weiß, dass ich am Niederrhein geboren und aufgewachsen und aus Sicht der Stuttgarter eine r(h)eingeschmeckte bin. Ich zeige Euch heute meine Heimatstadt Mönchengladbach.

Als ich mich an die Bildbearbeitung gemacht haben, stellte ich fest, dass ich ganz schön viele Bilder, während meines Aufenthaltes, gemacht habe. Es wäre schade sie alle in einen Beitrag zu stopfen. Also wird das Ganze eine Mini-Serie, mit drei Teilen. Im ersten Teil zeige ich Euch ein paar Sehenswürdigkeiten der Stadt. Im zweiten Teil, wird es um meine persönlichen Stationen in der Stadt gehen (lasst Euch überraschen was da kommt). Im letzten Teil, schaue ich auf meine Heimatstadt mit einer großen Portion rheinischem Humor und vielen Augenzwinkerern.

Rund um den Abteiberg

Der Abteiberg ist sozusagen, die Wiege der Stadt Mönchengladbach. Der Name enthält es schon, es gab ein Kloster auf dem Abteiberg. Die Mönche sind im Namen verewigt und der Gladbach. Ein Bach, der mittlerweile (wie der Nesenbach in Stuttgart) nur noch unterirdisch verläuft.

Dieser Berg liegt geschätzt 3,5 Meter über Normalnull. Aber für die Verhältnisse am Niederrhein, der sonst so platt ist, dass man morgens schon sehen kann, wer nachmittags spontan zum Kaffeebesuch vor der Tür steht, ist dieser Berg ein Berg. Auf dem Abteiberg sieht es also so aus.

Rheydt

Bis zu Beginn der 70er Jahre war der heutige Stadtteil Rheydt eine eigenständige Stadt. Die Gebietsreform brachte beide Städte zusammen. Dieser Umstand beschert der Stadt eine echte Eigenheit. Es gibt zwei Hauptbahnhöfe in Mönchengladbach und in Rheydt. Und obwohl ich in Mönchengladbach geboren bin, bin ich eine Rheydterin. Gut, mittlerweile eine Cannstatter-Rheydterin von Niers und Neckar.

Also in Rheydt da sieht es so aus…

Etwas fehlt hier, Schloss Rheydt. Ein andermal zeige ich Euch das. Versprochen!

Das neue Gladbach

Noch nicht sehr lange gibt es ein großes Einkaufzentrum in der Stadt. Für mich ist es vergleichbar mit dem Stuttgarter Milaneo. Leider musste das Gladbacher Stadttheater und der Gladbacher Lichthof (die erste überdachte Einkaufsstraße in der Bundesrepublik nach dem Krieg) weichen. Ich persönlich finde das schade. Möglicherweise wird dieses Einkaufszentrum der Stadt gut tun, man wird sehen. Ich wünsche es Mönchengladbach, denn sowas braucht die Stadt in der Tat dringend.

Ein etwas gewöhnungsbedürftig ist der Name „Minto“. Im Gladbacher-Platt bedeutet das, dass mir (=min) etwas gehört (=to). Nun ja… Sehenswert ist die Fassade. Mich erinnert sie an die Fassade des Museum Brandhorst in München. Seht aber selber…

Als ich diese Bilder gemacht habe, kreuzte meinen Weg eine am Rollator gehende ältere Dame aus dem benachbarten Alten- und Pflegeheim. „Tun sie Gladbach fotografieren?“, fragte sie mich in ziemlich breiten Platt. „Ja“, sagte ich und erklärte ihr, warum ich das tue. Sie sah mich verdutzt an, denn ich spreche Hochdeutsch und meine rheinische Herkunft erkennt man nicht an meiner Sprache.

Ich hoffe, Euch hat mein erster Teil gefallen. Den zweiten Teil könnt Ihr ab Mittwoch, 6. Januar 2016 auf dem Blog finden.

In der Zwischenzeit…

 

Lasst Eure Alltagssterne leuchten, Anja***

Kategorien Schönes

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Hallo, ich bin Anja, die Alltagssternesammlerin aus Stuttgart. Den größten Teil meines Alltags verbringe ich im Büro. Aber auf dem Weg dorthin oder auf dem Heimweg bin ich sofort wieder im Sammelmodus. Ich mag die schönen Dinge des Lebens, schreibe und lese gerne, interessiere mich für alles mögliche und liebe Kaffee.

  1. Sehr schön geschrieben. Freue mich auf die weiteren Folgen.

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