Von Mut und der Lebensmitte

Irgendwann in den kommenden Tagen feiere ich meinen 44. Geburtstag. Ich muss jetzt mal kurz tief durchatmen…

Aber nun ist es raus… Mir ist auch nicht so wirklich zum feiern zumute. Ja, ich weiß man soll die Feste feiern wie sie fallen, denn man weiß ja nie was kommt! Eben, genau das ist der Punkt. Man weiß nie was kommt…

Ich stehe mit dieser doppel Vier auf Kriegsfuss. Die Zahl gefällt mir einfach nicht, mag sein, weil mir generell keine geraden Zahlen gefallen, mag aber auch sein, weil ich damit etwas verbinde, das nun unweigerlich auf dem Papier steht. Meine Lebensmitte… wenn ich Glück habe (und die Gene meiner Oma). Rein rechnerisch müsste ich demnach 88 werden, damit die 44 die Lebensmitte ist. Das ist ein stolzes Alter, wie ich finde.

Somit komme ich unweigerlich zu der Überlegung, was wenn ich meine Lebensmitte schon längst überschritten habe? Puuh, nun wird es ganz schön heftig. Aber schlußendlich hilft es alles nichts. Entweder es liegen nochmal 44 Jahre vor mir oder aber weniger. Natürlich auch noch mehr als 44 Jahre, aber das wäre dann soetwas wie die Zugabe im Theater…

Die Vorstellung, dass ich vielleicht schon mit 22 meine Lebensmitte erreicht hatte, schafft mich. Da muss ich mir auch eingestehen,nicht alle Chancen im Leben genutzt zu haben. Nicht unbedingt gut, aber nun nicht mehr veränderbar. Ganz ehrlich, diese Gedanken mag ich nicht wirklich weiterdenken. Nun da sie gedacht sind muss das auch fürs erste reichen.

In den letzten Jahren habe ich mein Leben sortiert und versucht einen eigenen Rhythmus zu entwickeln. Ich wünsche mir, dass ich noch Zeit habe, dies weiter zu tun, weiter zu gestalten und weiter zu genießen. Wenn nicht? Keine Ahnung, hilft aber auch nicht darüber weiter zu grübeln.

Das Altern gehört zum leben und im Grunde ist es auch schön, denn der Erlebnisspeicher auf den man zurückgreifen kann füllt sich ständig weiter auf. Hier und heut geht es mir nur darum, mir klar zu machen, dass ich nun (mit viel Glück) meine Lebensmitte erreicht habe. Das Annehmen ist mir dabei wichtig. Das ist es was ich will, um dann mit Mut, offenem Herzen und Augen loszulaufen. Dabei auf das Erlebte und der steten Neugierde auf das was noch (hoffentlich) kommt vertrauen.

Lasst Eure Alltagssterne leuchten, Anja***

 

Kleiner Nachtrag: Das ist mein 100. Blogbeitrag!

 

Kategorien Gedanken

über

Hallo, ich bin Anja, die Alltagssternesammlerin aus Stuttgart. Den größten Teil meines Alltags verbringe ich im Büro. Aber auf dem Weg dorthin oder auf dem Heimweg bin ich sofort wieder im Sammelmodus. Ich mag die schönen Dinge des Lebens, schreibe und lese gerne, interessiere mich für alles mögliche und liebe Kaffee.

  1. Liebe Anja,

    nachdem ich Dich telefonisch nicht erreicht habe, nun auf diesem Wege:
    Die allerherzlichsten Glühstrümpfe zum Geburtstag.

    Nun habe ich ein bisschen in den Alltagssternen gespickelt und gelesen, dass Du über Dein Alter nachdenkst. Ich meinerseits bin ja, seit ich meinen 40sten gefeiert habe, immer nur „über 40“ und möchte auch nicht gefragt werden. Stellt man einer Dame auch so eine Frage? Nein! Was die Lebensmitte angeht, bin ich hoffentlich auch schon drüber raus, denn wer will eigentlich 105 werden? Apropos 105: Ich habe jetzt Schulden in der Schweiz. Wow, oder? So sind sie, die feinen Damen über 40. Natürlich soll es trotzdem rote Rosen regnen. Die Erfahrung zeigt, dass man sie besser selbst schmeißt. Also hoffe ich, dass Du heute etwas Hübsches geschmissen hast …

    Liebe Grüße Regina

  2. moiiii SCHNACKERLE..
    des is gooooor nit schlimm
    mir san selle GEDANKEN
    durch den KOPF ganga bei mein 50 gaaaaa
    mei dann miassat i ja schoooo 100 werden..
    mhhhhh i glab des liaba nit..ggggg
    mach da nit soooo vuiiii GEDANKEN
    drüber es kummt eh wias kummt
    hob no an feinen ABEND
    bussale bis bald de BIRGIT

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